Workshop Dokumentarfilm


2019 fand bereits zum fünften Mal der Dokumentarfilm-Workshop „Zeige Deine Welt“ statt. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit verschiedenen Filmtechniken und sprachen mit muslimischen Künstler*innen in Berlin über ihre Arbeit. 

In dem sechstägigen Dokumentarfilm-Workshop „Zeige Deine Welt“ lernten die Teilnehmenden zum einen wie sie eine Kamera bedienen und wie Journalist * innen, Tonmeister * innen und Cutter * innen arbeiten. Thematisch beschäftigten sich die Jugendlichen mit Islamischer Kunst in Berlin und mit Kunst, die von Muslim*innen genutzt wird, um sich auszudrücken. Hierbei diskutierten die Jugendlichen zunächst folgende Fragen: Was ist Kunst für mich? Was gehört zu meiner Kunst-Welt? Wie präsent ist Kunst in meinem Leben?

Auch das Thema Islamfeindlichkeit war ein wichtiges Thema im Workshop. Die Jugendlichen beschäftigen sich mit der Frage, was Muslimfeindlichkeit oder antimuslimischer Rassismus überhaupt bedeutet. Die Teilnehmenden berichteten über ihre eigenen Erfahrungen mit Rassismus und Diskriminierung. Die Gruppe diskutierte, wofür sie sich im Workshop einsetzen will und wie sie mit Hilfe des Dokumentarfilms Muslimfeindlichkeit entgegenwirken können.

Die Gruppe interviewte die Poetry-Slammerin und Stand up-Comedian Yasmin Poesy und sprachen mit ihr über ihre künstlerische Arbeit. Außerdem statteten die Teilnehmenden den Räumen des muslimischen Künstler * innenkollektivs „i, Slam“ einen Besuch ab. In den Räumlichkeiten von „i, Slam“ führten die Jugendlichen ein Interview mit Dennis Kirschbaum, Poetry-Slammer und Mitbegründer von  „i, Slam“. Ein weiteres Highlight des Workshops war der Dreh im „Orientalischen Garten“ in den „Gärten der Welt“. Im „Orientalischen Garten“ führten die Teilnehmenden in Interview mit der Botschafterin der „Gärten der Welt“ und erfuhren eine Menge spannender Details über die Kunst, die sich im „Orientalischen Garten“ wiederfindet.

Neben den spannenden Drehterminen mit ihren Interviewpartner * innen, wurden auch innerhalb der Gruppe viele gemeinsame Gespräche geführt. Im Mittelpunkt dieser Gespräche standen Themen wie: Was ist ein „Tabu-Thema“? Und was ist ein Vorurteil? Welche Klischees habe ich selbst in meinem Kopf? Wie stellen sich muslimische Künstler * innen selbst in ihren Kunstwerken dar?

Im Rahmen des Workshops drehten die Jugendlichen einen tollen Dokumentarfilm über die Arbeit muslimischer Künstler*innen in Berlin.

Teilnehmende: In Berlin lebende Migrant*innen verschiedener Herkunft im Alter von 16 bis 27 Jahren

Zeitraum: 6 ganztätige Termine im April und Mai 2019

Workshop-Leiterinnen: Michalina Mrozek (Filmemacherin, Pädagogin), Ursula Henke (Dipl. Kulturwissenschaftlerin, Kamerafrau), Dorota Kot (Kulturmanagerin)