Upcycling Future Lab


Das Upcycling Future Lab soll als eine innovative Begegnungswerkstatt im Kontext von Klimaschutzthemen Zusammenarbeit neu Zugewanderter unter­einander und mit schon länger im Quartier lebenden Menschen ermöglichen. Das Konzept kombiniert dabei Ansätze von „Maker Spaces“ und „Repair Cafés“ mit Umweltbildung und interkultureller Arbeit. Dabei wird der Umgang mit moderner Technologie verbunden mit kreativen Schaffensprozessen (gemeinsames Reparieren, Gestalten, Experimentieren, künstlerisches Arbeiten) als Zugangsweg genutzt, der transkulturell und -religiös und auch mit geringen Sprachkenntnissen funktioniert. So werden Neubewohner_innen des Quartiers schnell und niedrigschwellig einbezogen und für gemeinsame Klimaschutzaktivitäten gewonnen.

Diese konzentrieren sich vor allem auf eine Senkung des Ressourcen- und Energieverbrauches durch

  • Recycling und Reparatur von technischen Geräten, deren Lebensdauer so verlängert wird
  • Kreatives Upcycling von kaputten Geräten, Konsumgütern, Bauresten etc., die in Erfinderwerkstätten zu Spielzeug und Kunstobjekten verarbeitet werden
  • Interkulturelle Bildungsaktivitäten zur Kompentenzvermittlung in sparsamen Ressourcenverbrauch, Müllvermeidung und Energiesparen
  • Öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zur Einbeziehung weiterer Teile der Zielgruppen

Das Upcycling Future Lab ist mit kleinen 3-D-Druckern, Reparatur-Arbeitsplätzen (z. B. für Handys), recycelten Bauteilen, Rechnern für die App-Programmierung und Baupläne, Kreativmaterial usw. ausgestattet. Es werden communityübergreifende Einzelmaßnahmen und Workshopreihen angeboten.

Es wird als zum einen als fester Ort eingerichtet,  arbeitet aber auch mobil eng mit Kultureinrichtungen, Aufnahme­einrichtungen und Wohnheimen u. a. zusammen, wo es viele Aktivitäten vor Ort durchführt. Wichtig ist uns dabei immer ein niedrigschwelliger, herkunftsübergreifender Zugang, der an den gemeinsamen Alltagsbedürfnissen (z. B. Handy-Reparatur), Interessen, technischen und kreativen Kompetenzen ansetzt. Technik und Kreativität fungieren als „Brücke“, die immer mehrere Gruppen, v. a. neuzugewanderte Europäer_innen und Geflüchtete, zu­sammenbringt und gleichzeitig innovative und kreative Impulse für den Klimaschutz im Quartier gibt.

Ergebnisse sind neben einer Einbeziehung von Neuzugewanderten in die Klimaschutzaktivitäten des Bezirkes auch ein Lernen der schon länger im Bezirk lebenden Bewohner_innen von den Erfahrungen und Sichtweisen der Hinzugekommenen. Gemeinsam werden neue Sichtweisen und Ideen entwickelt und aus der communityübergreifenden Begegnung entstehen kleine technische Erfindungen und Kunstwerke, eine Steigerung des Umweltbewusstseins durch das Recyceln und die Reparatur von Geräten sowie ein gemeinsamer Erfahrungsraum, in dem das zukünftige Zusammenleben insbesondere unter dem Aspekt des sparsamen Energie- und Ressourcenverbrauchs thematisiert werden und mittels kreativer Ideen über Sprachbarrieren hinweg kommu­niziert werden kann.

„Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages“.